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80 bis 90 Prozent aller Pflanzen brauchen Bienen zur Bestäubung. Andere Insekten können das für die Natur einfach nicht so perfekt erledigen wie die emsigen Arbeiterinnen. Würde Raps z.B. nicht durch Nektar sammelnde Bienen befruchtet, würde sich kein Samen bilden - der Ertrag eines Feldes würde um bis zu 80 % verringert.

Noch wichtiger ist die Bestäubung durch die Bienen, bei den früh im Jahr blühenden Obstbäumen, weil Bienen zu den ersten Insekten zählen, die nach dem Winter ausschwärmen. Ohne Bienen würde es später im Jahr keine Kirschen, Marillen oder Äpfel geben. Aber nicht nur Kulturpflanzen profitieren, auch die meisten Wildpflanzen würden ohne die unermüdlichen Sammlerinnen aussterben. Fazit: Ohne Bienen würde sich die Ertragslage vieler landwirtschaftlicher Betriebe verschlechtern. Außerdem würden Fauna und Flora drastisch verarmen und das ökologische Gleichgewicht in der Natur empfindlich gestört werden. 

Bestäubungsarbeit bringt Raps, Obst & Co. zum Blühen


Wert der Bestäubung: 525 Mio. EuroWenn eine Biene eine Blüte besucht, bleibt an ihrer Körperbehaarung Pollen haften. Dieser wird an der Narbe der Blüte abgestreift (Bestäubung) und befruchtet die weiblichen Anlagen der Blüte, erst danach kann sich eine Frucht entwickeln. Wurde beispielsweise eine Apfelblüte gründlich bestäubt, ist Monate später auch die Frucht bestens geformt. Alle Kerne sind entwickelt, wenn alle Samenanlagen befruchtet wurden. Bei ungenügender Befruchtung ist nur ein Teil der Kerne entwickelt und die Frucht ist nicht so perfekt geformt. Bei sehr vielen Pflanzen hängen demnach Fruchtansatz und Fruchtqualität von der fachgerechten Bestäubung durch die fleißigen Arbeiterinnen ab, bzw. auch, ob ausreichend Bienen zur Zeit der Blüte ausschwärmen - sind zu wenig Insekten unterwegs, kann auch nachgeholfen werden.

 

Derzeit halten ca. 23.000 österreichische ImkerInnen  rund 300.000 Bienenvölker. Von diesen zählen ungefähr 200 zu den ErwerbsimkerInnen. Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass letztere zwischen 200 und 500 Bienenvölker bewirtschaften, betreuen die Freizeit,- und NebenerwerbsimkerInnen durchschnittlich 12 Bienenvölker. Der Wert der Bestäubungsleistung der Honigbiene übersteigt um ein Vielfaches den Wert der heimischen Honigproduktion, da mehr als 80 % der heimischen Kultur- und Wildpflanzen davon betroffen sind. Der Wert der Bestäubung ist europaweit mit 65 Milliarden Euro anzusetzen - für Österreich mit 525 Millionen Euro. Die jährliche Honigproduktion – die v.a. auch witterungsabhängig ist - beträgt  in  Österreich zwischen 4.500 und 7.000 Tonnen. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Honig liegt bei ca. 1,5 Kilogramm pro Jahr.

Für 1 kg Honig müssen die Bienen eine Flugstrecke von 240.000 Kilometer (ca. 6 mal um die Erde) auf sich nehmen. Das sind in etwa 100.000 Flüge.

Dabei wird der Nektar  von 15.000.000 Blüten gesammelt. Fluggeschwindigkeit: 6 - 8 m/s. Eine Honigbiene fliegt täglich etwa  85 km. Ein starkes Volk besteht zur Schwarmzeit aus 30.000 bis 70.000 Arbeitsbienen. 40.000 bis 60.000 besetzten Brutzellen. 300 - 3.000 Drohnen. 1 Königin. Diese legt von Mai bis Juni 2.000 Eier pro Tag. Das Gewicht einer Biene beträgt  nur 0,1 Gramm

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